Steinbeil mit Zweigschlingenschäftung, Aranda, vor 1912.
Geschäftete Steinbeile wurden in Zentral-Australien von beiden Geschlechtern als multifunktionale Werkzeuge benutzt, von den Männern hauptsächlich zur Holzbearbeitung, von den Frauen auch als Grabgerät bei der Nahrungssuche. Ihre Herstellung war Männersache. Zeit und Mühe musste vor allem für das Zurichten und Schleifen der Beilklingen aufgewendet werden.
Beim Gebrauch bestand die Gefahr, dass bei zu kräftigen Schlägen die Klinge aus ihrer Verankerung in einem gebogenen Zweig heraus fiel. Die zusätzlich angebrachte Harzklebung konnte dies nicht immer verhindern. >>
Steinbeil mit Zweigschlingenschäftung; Holz, Stein, Darm, Harz; Aranda, vor 1912; H 19 cm, B 14 cm; Slg. Liebler.
Inv.nr. 78143.
Foto: A. Dreyer.